Gut zu wissen    

Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen. Und davon gibt es eine Menge...

  

Was kosten Rohrendorfer Marillen zum Selberpflücken ? Kurz gesagt: Bei uns ist der Preis ist ein Tagespreis und variiert etwas, auch nach der Erntemenge. Er bewegt sich erfahrungsgemäß zwischen drei und vier Euro für ein Kilogramm selbst geernteter Rohrendorfer Marillen.  Für 2021 ist "Selber Pflücken" leider nicht mehr möglich (geringere Ernte). 


Bekommt man auch gepflückte Marillen ? Ja natürlich. Wir benötigen eine Vorbestellung von Ihnen.


Wie lange brauche ich beim Selberpflücken ? Faustregel: Eine Person braucht pro Schachtel (ca. 6 kg) etwa 15 bis 20 Minuten, wobei wir große Zeitunterschiede beim Pflücken von unseren Besuchern erlebt haben.


Spritzen wir unsere Marillen mit chemisch-synthetisch hergestellten Mitteln? Nein, wir haben "unbehandelte" Marillen.  Etwa zehn glückliche Hühner und etliche Bienen sind seit Jahren Dauergast bei uns. Organischer Dünger, mehrmaliges Mulchen und Blühstreifen sind keine Fremdwörter für uns. Biologisch zertifiziert sind wir allerdings nicht. 


Wo liegt unser Marillengarten? Unser Hauptgarten befindet sich in 3495 Rohrendorf. Biegen sie in Rohrendorf GEGENÜBER der Neustifterstraße 62 ein, am Ende der Sackgasse sehen sie bereits den Parkplatz. Unsere anderen Gärten erklären wir Ihnen gerne am Telefon.


Durchkosten erlaubt?  Ja, natürlich.  Sollten Sie nur zum Naschen kommen, ist das auch möglich. Wir finden eine individuelle Lösung.


Wie selber pflücken?  Es ist ganz einfach, ähnlich wie in einem Erdbeerland.  Wir sind vor Ort und erklären Ihnen, wie Sie am besten Ihre Marillen ernten und welche Dinge Sie beachten sollten. 

Von säurebetonten bis vollreifen Marillen ist alles vorhanden - Sie entscheiden. Die Ernte darf ausschließlich vom Boden aus erfolgen (keine Leiter) - für höher gelegene Marillen bekommen Sie auf Wunsch eine Pflückstange / Pflückhilfe. In unserem jüngsten Marillengarten sind viele Marillen vom Boden aus erreichbar.


Wann eine Marille reif ist? Faustregel: wenn sie relativ leicht vom Ast gepflückt werden kann (Sie spüren dies in Ihren Händen). Übrigens:  Die süßesten Marillen liegen immer am Boden und eignen sich besonders gut für Marmelade.  Sie sind sich nicht sicher ob die Marille reif ist ? Nehmen Sie die Marille vom Baum und beißen Sie rein !


Reservierung/Voranmeldung notwendig ? Ja. Nur so kommen Sie bei uns sicher zu Ihren Marillen.


Welche Sorten haben wir? Wir haben vor allem die Klosterneuburger Marille - also DIE Hauptsorte in unserer Gegend.  Vor ein paar Jahren  pflanzten  wir auch andere Marillensorten und sind gespannt wie diese schmecken werden...


Wann ist die Marillenblüte? Bedingt durch den Klimawandel immer früher und mit teils großen Unterschieden von Jahr zu Jahr! Meist in der Zeit zwischen dem 25. März und 5. April (im Raum Krems - Rohrendorf).  Je nach Wetter dauert diese zirka 7 bis 14 Tage.  


Erntebeginn und Erntedauer?  Variiert durch das Wetter etwas. Die Haupternte startet bei UNS (Raum Krems / Rohrendorf) oft zwischen dem 1. und 5.  JULI und dauert etwa 2 Wochen, da wir nur eine Hauptsorte haben. Wir geben den genauen Zeitpunkt früh genug auf unserer Homepage bekannt. 

Achtung: Die Marillenernte beginnt im Anbaugebiet der Wachauer Marille NICHT überall zur selben Zeit. Unser Gebiet (Raum Krems - Rohrendorf) ist immer das früheste. Im Raum Spitz etwa beginnt die Ernte erst 2 Wochen später !  


Marillen für Maische? Ja, in sehr beschränktem Ausmaß. Rechtzeitig anfragen ! 

 

Größe unserer Gärten?  Sehr klein und überschaubar. Großes Hobby beschreibt es wohl am besten. 


Reservierung/Voranmeldung von Besuch notwendig ? Ja.


Übernachtungsmöglichkeiten?  Nicht bei uns, aber Sie finden eine Menge in Rohrendorf und in Krems.  


Sehenswürdigkeiten, Tipps und Allerlei?  Wir empfehlen Ihnen wärmstens die Internetseiten www.lustaufkrems.com und weinbergwandern.at als Insidertipps. Gut finden wir auch www.waldviertel.at und www.donau.com Natürlich gibt es auch www.wachauermarille.at - hätten wir fast vergessen ;-)


Wo kann ich einen Marillenbaum kaufen?  Am besten hier: Baumschule Oswald, 3495 Rohrendorf, An der Bahn 117,  Tel.: +43 (0) 2732 / 71701,  die Internetadresse ist www.baumschule-oswald.at


Wann soll ich einen Marillenbaum setzen?  Im Frühjahr oder Herbst. Wir persönlich haben keine Präferenz. Wir gönnen unseren Bäumen beim Einsetzen immer einen Kübel Wasser (ca. 5 - 10 Liter) und eine kleine Handvoll Dünger, bevor wir sie wieder mit Erde zuschütten.  


Wann und wie schneide ich einen Marillenbaum? Am besten etwas nach der Ernte (Monat August). Lernvideos finden Sie im Internet etliche.


"Marün"? Typischer niederösterreichischer Mundartausdruck für Marillen.  


Haltbarkeit von Marillen?  Bei der Klosterneuburger Marille sehr gering. 


Versand von Marillen per Post?  Leider nein. Aufgrund der Haltbarkeit und Transportdauer ist dies nicht möglich.


Kochrezepte mit Marillen? Ein gutes Marillenknödelrezept gibt es HIER - etliche andere finden Sie, wenn Sie HIER klicken. 


Liegen wir im Anbaugebiet der Original Wachauer Marille? Ja.


Haben wir die Hauptsorte der Original Wachauer Marille?  Ja. Das ist die Klosterneuburger Marille - auch unsere Hauptsorte. 


Dürfen wir aktuell unsere Klosterneuburger Marillen als Original Wachauer Marillen verkaufen?  Heiß diskutiertes Thema. Dazu müssen wir etwas ausholen...  

Also: bis 2018 haben wir unsere Marillen (der Sorte Klosterneuburger) als "Original Wachauer Marillen" bezeichnet und verkauft - und es sind noch immer die selben Marillenbäume, die wir bearbeiten.

Trotzdem dürfen wir unsere Marillen seit 2019 nicht mehr als Wachauer Marillen benennen oder verkaufen.  Wie so etwas möglich ist? 

Um Marillen als  "Wachauer Marillen" bezeichnen zu dürfen, so wurde uns gesagt, benötigt man  drei Voraussetzungen, nämlich:

1.) bestimmte "alte" Sorten (z.B.  Klosterneuburger Marillen) - diese Voraussetzung haben wir!

2.) muss man im Anbaugebiet der Wachauer Marille liegen - diese Voraussetzung haben wir!

Und jetzt kommt es ...

3.) muss man sich a) als Einzelperson von einer Kontrollstelle (z.B. SGS Austria) überprüfen lassen oder b) man ist Mitglied in im "Verein zum Schutz der Wachauer Marille" oder einer andern Vereinigung - hier werden nach dem Zufallsprinzip einzelne Mitglieder überprüft - diese Voraussetzung haben wir seit 2019 NICHT mehr.

Bis 2018 waren wir Mitglied im "Verein zum Schutz der Wachauer Marille", wurden mehrmals überprüft und haben immer problemlos bestanden. Wir wollten allerdings auf Grund des bürokratischen und zeitlichen Mehraufwandes nicht mehr mitmachen und sind freiwillig und auf eigenen Wunsch ausgeschieden.  

Das bedeutet, so unser Wissensstand, dass wir unsere Marillen wegen Punkt 3 nicht mehr als Wachauer Marillen bezeichnen dürfen.                   

Alles klar ;-) ? 

Dieser (in der Praxis nicht unumstrittene) Punkt der Kontrolle findet sich auch im Patent zur Wachauer Marille - klicken Sie bitte hier.  

Und dieser Punkt treibt in seiner Ausformung natürlich seltsame Blüten....  Ein fiktives Beispiel: Eine 75jährige Dame aus Dürnstein, die Ihre 5 alten Marillenbäume (von der Sorte Klosterneuburger Marille) neben der blauen Kirche in Dürnstein bewirtschaftet,  nicht bei einem Verein wie den oben genannten ist bzw. sich nicht selbst überprüfen lässt, darf diese nicht als Wachauer Marille bezeichnen. 


Klimawandel? Ja, leider! Wir überblicken (nicht nur bei den Marillen) die letzten 40 Jahre, es gibt unbestritten Veränderungen. Einige davon bei den Marillen(bäumen) wollen wir Ihnen hier näher bringen... 


1.) Frühe Marillenblüte - erhöhte Frostgefahr

Die Marillenblüte findet durch die Klimaerwärmung oft früher (z.B. schon Mitte März) als gewohnt statt. Der frühere Zeitpunkt bewirkt, dass die Gefahr eines Spätfrostes steigt. Es gibt eben mehr Nächte, in denen es kalt sein kann.

Dies war leider auch im Jahr 2020 der Fall. Etliche Frostnächte hintereinander bewirkten große Ernteausfälle im gesamten Anbaugebiet der Wachauer Marille. 

2.) Erntezeitpunkt und Erntedauer

Blickt man etwas weiter zurück, so fällt auf dass sich der Beginn der Ernte massiv nach vorne geschoben hat. In den 1980/90er Jahren starteten wir mit der Ernte in der letzten (!) Juli Woche. Im Vergleich zu jetzt also zirka 3 bis 4 Wochen später (!).

Die Ernte selbst ist kürzer, da es immer heißer wird. Diese Hitze bewirkt eben, dass die Früchte nicht nur früher, sondern auch in viel kürzerer Zeit in viel größeren Mengen vom Baum fallen - man also weniger Zeit für die Ernte hat und mit der Arbeit schwer oder nicht nachkommt...  

3.) Lange Wärme-, Hitzeperioden; Regenpausen

Seit einigen Jahren muss man in unserer Gegend (Krems und angrenzende Gebiete) nicht nur junge Anlagen, sondern immer öfters auch alte, robuste Bäume künstlich bewässern, da es immer wärmer/heißer wird und öfters für längere Zeit kein (nennenswerter) Regen fällt. Ohne künstliche Bewässerung besteht die Gefahr, dass die Marillen eine kleine(re) Größe erreichen und verschrumpelt sind -  der Marillenbaum eben eine Notreifung durchmacht. 

Hilft man nicht mit einer künstlichen Bewässerung nach hat der Baum Dauerstress, ist weniger robust und stirbt früher. Durch die geringe Nähe zur Donau haben wir in unserer Gegend (noch?) genug Grundwasser. Das schaut beispielsweise in Teilen vom Weinviertel ganz anders aus. 

4.) Junge Anlagen - fast nur mehr künstlich bewässert sinnvoll

Jung eingesetzte Bäume benötigen gerade in den Anfangsjahren verlässlich Wasser - immer mehr Marillenbauern setzen auf künstliche Bewässerung (z.B. Tröpfchenbewässerung). Im Extremfall sterben viele junge Bäume, wenn keine Bewässerung erfolgt - und das passiert auch laufend, leider.  2015 war ein besonders schwieriges Jahr.

5.) Dynamische Entwicklung

Viele Menschen, auch wir, haben das Empfinden, dass die heißen Sommer bzw. die heißen Phasen immer schneller und häufiger wiederkehren - "sich eine neue Dynamik entwickelt hat, die wir vor 5 Jahren noch nicht vorausgesehen haben" (Alexander Van der Bellen, 2019).  

Die vorherigen Ausführungen sollen kein Jammern sein. Es soll Ihnen zeigen, dass es unbestritten Veränderungen gibt. 


Heurige (Buschenschank)? Einen Heurigenkalender (sogenannte "Top-Heurige") finden sie unter www.top-heuriger.at.  Sie können in unserer Gegend die Weinbaugebiete "Kremstal", "Kamptal" oder "Wachau" verwenden. Mit dem Auto, aber auch mit dem Rad, ist von Rohrendorf aus alles (sehr) schnell erreichbar und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wenn Sie gleich in Rohrendorf bleiben wollen, finden Sie den aktuellen Heurigenkalender HIER.


Zwei der subjektiv besten Heurigen in unserer Gegend, die wir Ihnen unbedingt empfehlen möchten, sind: 


1.) Bioweingut Harm

Am Brunnen 14

A-3508 Krustetten

Tel.: 02739 / 2520

www.weinschwaermer.at (Der Innenhof ist a Traum!)


2.) Weingut Kitzler 

Lindobelgasse 14 (Kellergasse Rohrendorf)

A-3495 Rohrendorf

Tel.: 02732 / 79686

www.loess.at (Am Winzerhof in der Unteren Hauptstraße 53 in Rohrendorf können Sie auch gleich nächtigen und den kleinen, feinen Wellnessbereich genießen)


Bei beiden Heurigen empfehlen wir eine Reservierung. Sie haben noch eine Frage für uns? Schreiben Sie uns ein E-Mail.